>> Stechmückenarten:
Die wichtigsten Stechmückenarten (engl.: mosquitos) gehören zur Gattung
Diese Arten sind weltweit verbreitet und können in tropischen Regionen der Erde Krankheiten übertragen.
> Anopheles - Stechmücken sind an ihrer gestreckten Körperform und an ihrer charakteristischen Körperhaltung
während der Blutmahlzeit (Kopf tief) gut zu erkennen (s. Bild rechts u. links). Anopheles Gambiae ist der wichtigste
Überträger der Malaria in Afrika.
> Culex - Stechmücken haben eine gebeugte Körperform und halten das Abdomen (Bauch) während der
Blutmahlzeit parallel zur Hautoberfläche. Culex ssp. können u.a. Wurmerkrankungen ("Filariosen") übertragen.
> Aedes - Stechmücken sind an ihrer schwarzen Farbe und den auffälligen weißen Sprenkeln an den
Beinen gut zu erkennen (s. Bild rechts). Aedes gewinnen zur Zeit stark an Bedeutung, da sie neben dem Gelbfieber
das sich zur Zeit rasch ausbreitende Dengue-Fieber (z.B. Südamerika, Südostasien) übertragen können.
Außerhalb tropischer Gebiete steht die Belästigung durch Stiche und gelegentlich auftretende allergische Reaktionen
im Vordergrund, zur Übertragung von Krankheiten kommt es nur sporadisch bzw. unter besonderen Bedingungen (wie z.B. gelegentliche Malaria-Epidemien
in den Sumpfgebieten rund um Moskau oder die Übertragung der Leishmaniasis in Südspanien durch Sandfliegen). Daß Krankheiten außerhalb
der Tropen durch Stechmücken nicht übertragen werden können, liegt im Wesentlichen an der für die Entwicklung der Erreger in der Mücke
zu niedrigen Umgebungstemperatur.
>> Folgende Schutzmaßnahmen können gegen Stechmücken prinzipiell angewandt werden:
- Vermeidung von Orten und Tageszeiten, an denen Mücken vorhanden bzw. aktiv sind
- Geeignete Kleidung
- Mückenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut ("Repellentien")
- Verdampfung von Insektiziden
- Mückennetze bzw. Bettnetze
Auf alle Maßnahmen, die sich aus der Biologie der Stechmücken ergeben, wird im Folgenden
weiter eingegangen. Die übrigen Schutzmethoden sind auf den Seiten zu finden, die Sie über die
Navigationsleiste erreichen.
>> Vermeidung von Stechmücken
> Biologie von Stechmücken
Durch Kenntnis der Biologie von Stechmücken kann man es vermeiden, sich einer hohen Konzentration an Stechmücken
auszusetzen. Alle Mücken der o.a. Arten sind zur Fortpflanzung auf stehendes bzw. nur langsam fließendes
Wasser angewiesen. Ausschließlich die Weibchen der Stechmücken sind Blutsauger, während sich die Männchen
von Pflanzensäften ernähren. Das Weibchen benötigt mindestens eine Blutmahlzeit zur Produktion der Eier, welche nach
Befruchtung direkt auf die Wasseroberfläche gelegt werden. Hieraus schlüpfen bewegliche, im Wasser frei schwimmende Larven.
Die Larven verpuppen sich (ähnlich den Schmetterlingen) und anschließend schlüpft der ausgewachsene
Mosquito aus der Puppe.
Der Aufenthalt an Seen oder Flußauen ist geht daher meist mit einer hohen Dichte an Stechmücken einher.
Ein mindestens ebenso großer Teil an
Stechmücken brütet jedoch im Bereich menschlicher Siedlungen in Regentonnen, Regenrinnen, im freien liegenden
Autoreifen und in nahezu jeder erdenklichen Vertiefung, in der sich Wasser ansammeln kann. Durch konsequente Beseitigung
aller frei zugänglichen Wasseransammlungen kann somit die Mückenbelastung erheblich gesenkt werden. In den Tropen
ist dies eine der wesentlichen Maßnahmen, um die Übertragung von Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber einzudämmen.
> Aktive Zeiten von Stechmücken
Die meisten in diesem Zusammenhang relevanten Stechmückenarten sind nur während der Dämmerungn und der
Nacht aktiv. Die Aktivität ist am höchsten zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht und geht dann langsam über
den weiteren Verlauf der Nacht bis zum Morgen zurück. Durch geeignete Planung des Tagesablaufs kann bereits von vornehrerein
die Exposition gegenüber Stechmücken verringert bzw. die weiteren Schutzmaßnahmen zielgerichtet eingesetzt
werden.
> Hieraus ergeben sich folgede Schutzmöglichkeiten
- Meidung von Orten in der Nähe von Seen und Flußauen oder
- Rechtzeitiges Verlassen vor Beginn der Dämmerung
- Gezielter Einsatz von Insektenschutzmitteln o.ä. in den Abendstunden
- Rechtzeitige Abdichtung von Räumen (z.B. durch Mückengitter)
vor Beginn der Stechmückenaktivität
Und weiterhin Beseitigung aller Brutmöglichkeiten in der Nähe menschlicher Behausungen durch
- Verschluß von Regentonnen mit Mückengittern
- Dachregenrinnen auf Durchgängigkeit prüfen, um stehendes Wasser zu vermeiden
- Eimer, Gießkannen, Blumentöpfe trocken oder auf den Kopf gestellt lagern
- Gartenteiche regelmäßig mit Larven abtötenden Substanzen behandeln, alternativ
Besatz mit Fischen, welche sich von Larven ernähren
- Entsorgung aller im freien gelagerten Autoreifen (nicht korrekt entsorgte Autoreifen sind in
tropischen Ländern eine wesentliche Ursache von Malaria- und Denguefieberausbrüchen !)
(c) Insektenchutz START
Nachricht an den Webmaster Alle Bilder mit Erlaubnis von
WHO/TDR
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Anopheles gambiae Der "effektivste" Überträger der Malaria in Afrika
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Culex quinquiefasciatus Brütet häufig in der Nähe menschlicher Behausungen
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Aedes aegypti Gut erkennbar an der weißen Sprenkelung
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| Typische Brutstätte in der Nähe menschlicher Behausungen
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| Abdichtung einer Regentonne mit Mückennetz
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